Veranstaltung »Insolvenz von Selbständigen, insb. von Freiberuflern unter Berücksichtigung berufsrechtlicher Aspekte - 5 Stunden FAO«

Zielgruppe:

Insolvenzverwalter / Schuldner- und Gläubigerberater

Beschreibung

Praxishinweise und Erläuterungen aus Sicht der Verwalterpraxis und des Insolvenzgerichts

Statistisch werden in jedem Quartal in Deutschland etwa 700 Insolvenzverfahren über das Vermögen von Selbständigen eröffnet. Selbständige können die scheinselbständige Reinigungsunternehmerin, aber auch Einzelkaufleute mit Hunderten von Angestellten oder – durchaus nicht selten – Angehörige der freien Berufe sein. Bei Freiberuflern kommen zu den „üblichen“ Alltagsproblemen bei der Verwaltung des Vermögens von Selbständigen einige grundlegende Besonderheiten hinzu. Sie resultieren typischerweise aus berufsrechtlichen Spezialvorschriften und der dazu ergangenen Rechtsprechung. Bei einigen freien Berufen steht mit der Insolvenz etwa auch automatisch die Zulassung in Frage. Außerdem begrenzen gesetzliche Schweigepflichten die Möglichkeiten einer angemessenen Verwertung der Praxis oder der Kanzlei. Nicht nur bei Freiberuflern, sondern generell ergeben sich Probleme, wenn Insolvenzverwalter und Schuldner über die Höhe eines an die Masse abzuführenden Betrages verständigen müssen, nachdem der Verwalter das Vermögen aus der Masse frei gegeben hat.

Das Seminar richtet sich an Insolvenzverwalter, die mit Selbständigen beruflich zu tun haben oder die planen, sich um derartige Verfahren beim zuständigen Insolvenzrecht zu bewerben. Es vermittelt das spezifische Grundlagenwissen, das man braucht, um derartige Verfahren erfolgreich führen zu können. Gleichfalls richtet es sich an Schuldner-, aber auch Gläubigerberater. Denn nur wer die Besonderheiten in der spezifischen Situation der Insolvenz Selbständiger kennt, kann zielgerichtet und passgenau beraten.

Aus dem Inhalt:

• Marktüberblick
• Selbständiger, Unternehmer, Freiberufler
• Regelinsolvenz vs. Verbraucherinsolvenz
• Fortführung des schuldnerischen Unternehmens
• Freigabe und Abführung an die Masse
• Zweitverfahren nach Freigabe
• Auswirkungen des Insolvenzverfahren auf die berufliche Zulassung: Erfahrungen mit der Rechtsprechung und Strategien zum möglichen Erhalt der Zulassung oder Bestellung
• Ausweg Insolvenzplan?
• Rettung Eigenverwaltung?
• Verwertung von Praxisvermögen (materiell, immateriell)
• Besonderheiten in Insolvenzplangestaltungen bei Selbständigen

Dozent: Dr. Peter Laroche

Studium der Rechtswissenschaften an den Universitäten Trier, Antwerpen und Köln von 1993 bis 1998. Erstes juristisches Staatsexamen 1998 in Köln, zweites juristisches Staatsexamen 2001 ebenfalls in Köln. Promotion zum Dr. iur. im Jahre 2003 bei Prof. Dr. Hanns Prütting mit einer Dissertation zum Thema „Entschuldung natürlicher Personen und Restschuldbefreiung nach deutschem und niederländischem Recht“.

Seit 2002 Richter, zunächst am Landgericht Wuppertal in einer Zivilkammer, anschließend Tätigkeit in zivil- und strafrechtlichen Dezernaten am Landgericht Wuppertal und den Amtsgerichten Solingen, Wuppertal und Köln. Seit über 10 Jahren mit Unterbrechungen Tätigkeit als Insolvenzrichter, zunächst am Amtsgericht Wuppertal, seit 2010 am Amtsgericht Köln. 2012 Abordnung zur Erprobung an das Oberlandesgericht Köln in einem Zivilsenat. Seit 2013 erneuter Einsatz als Insolvenzrichter beim Amtsgericht Köln (Leiter der Insolvenzabteilung).

Mehrjährige Vortrags- und Dozententätigkeit, schwerpunktmäßig zu insolvenzrechtlichen Themen. Autor zahlreicher Beiträge zum Insolvenzrecht (u.a. in: Vallender/Undritz, Praxis des Insolvenzrechts, und Brünkmans/Thole, Handbuch Insolvenzplan) und Mitherausgeber der ZInsO – Zeitschrift für das gesamte Insolvenzrecht sowie Lehrbeauftragter der Universität zu Köln.

Dozent: Prof. Dr. Volker Römermann, CSP

Rechtsanwalt seit 1996, Fachanwalt für Insolvenzrecht, Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht, Fachanwalt für Arbeitsrecht, Insolvenzverwalter, langjähriger Vorstandsvorsitzender des Instituts für Insolvenzrecht (eines der traditionsreichsten Institute seit 1954), Lehrbeauftragter an Universitäten seit 1997; Honorarprofessor an der Humboldt-Universität zu Berlin,
2014 Auszeichnung als Certified Speaking Professional.

Herausgeber und Autor zahlreicher Veröffentlichungen, u.a. Nerlich/Römermann (Hrsg.), InsO, Loseblattwerk seit 1999, Verlag C. H. Beck; Römermann/Hartung, Anwaltliches Berufsrecht, 3. Aufl. 2018.

Veranstalter:

AGV-Seminare

Dresden

Freitag 07.06.2019
09:30-15:00 Uhr
(5 Vortragsstunden)

Dresden

- der genaue Ort wird vom Veranstalter nachbenannt -
01067 Dresden

Preisgruppen

495,00€ Normalpreis
445,00€ Sonderpreis für 2. und weitere Anmeldungen einer Kanzlei
zzgl. gesetzl. USt.

inkl. Seminarunterlage und Pausenerfrischungen

Sie erhalten eine Teilnahmebescheinigung über fünf Zeitstunden, die Sie Ihrer Rechtsanwaltskammer als Fortbildungsnachweis gemäß § 15 FAO vorlegen können. Über die Anerkennung entscheidet Ihre Rechtsanwaltskammer.

Alle Informationen beruhen auf Angaben des Veranstalters.

Insolvenzrecht

Ort: Dresden
Datum: Freitag 07.06.2019
Zeitraum 09:30-15:00 Uhr
FAO-Stunden: 5
Preis
EUR495,00
EUR445,00
zzgl. gesetzl. USt.
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