Veranstaltung »Sommercamp InsO«

Kurzbeschreibung:

1 Woche InsO-Training! - 5 Einheiten à 3 Stunden! - Zum Summer Special Price!

Zielgruppe:

Insolvenzsachbearbeiter/-innen, Rechtsanwälte/-innen, Insolvenzverwalter/-innen, Fachanwälte/-innen für Insolvenzrecht, Steuerberater/-innen, Berater/-innen

Beschreibung:

1 Woche Cross-Training!
1 Workout à 3 Stunden + 8 Workouts á 1,5 Stunden!
Summer Special Price!

Trainieren Sie an jedem Ort der Welt: im Büro, im Urlaub, im Garten, auf dem Balkon, am Strand, auf dem Sofa... - mit unseren Online-Seminaren!

Im Paket oder einzeln buchbar!

Tag 1 (27.06.2022, 09:00 Uhr bis 12:15 Uhr) "Masseverbindlichkeiten im Insolvenzverfahren":
Themenschwerpunkte:
- Definition Masseverbindlichkeiten
- Begründung von Masseverbindlichkeiten durch den vorläufigen Insolvenzverwalter, den Insolvenzverwalter, den Schuldner (Eigenverwaltung)
- Besonderheiten bei Masseverbindlichkeiten aus Betriebsfortführung (Definition, Zuordnung, BuHa, Schlussrechnung und Vergütung)
- Masseverbindlichkeiten: Aufrechnung und Vollstreckung
- Masseunzulänglichkeit und Massearmut
- Besonderheiten und Auswirkungen bei Anzeige der Masseunzulänglichkeit
- Delegation von Regel- und Sonderaufgaben (und evtl. Auswirkungen auf die Vergütung)
- Begleichung von Masseverbindlichkeiten und fortlaufende MUZ-Prüfung
- Masseverbindlichkeiten und RSB
- Fachlicher Austausch

Tag 2 - Teil 1 (28.06.2022, 09:00 Uhr bis 10:30 Uhr) "InsO-Lupe: Pfändbares Einkommen - Die Krux bei der Ermittlung der unterhaltsberechtigten":
Schwerpunktfragen:
1. Wer ist "unterhaltsberechtigte Person" im Sinne des Vollstreckungsrechts?
2. Wer hat diese Person/en (ab) wann zu berücksichtigen?
3. Was ist zu unternehmen, wenn der Arbeitgeber von einer "falschen" Anzahl unterhaltsberechtigter Personen ausgeht?
4. Was muss der Insolvenzverwalter/Treuhänder unternehmen, wenn eine der unterhaltsberechtigten Personen eigene Einkünfte hat?
a. Ab welcher Höhe der Einkünfte sind Veranlassungen zu treffen?
b. Wie begründet der Insolvenzverwalter/Treuhänder einen Antrag?
c. Ab wann gilt ein dem Antrag entsprechender Beschluss (geht das rückwirkend)?
5. Kann der Insolvenzverwalter/Treuhänder vom Schuldner "Nachzahlungen" verlangen, wenn der Schuldner den "Wegfall einer unterhaltsberechtigten Person" erst später mitteilt?
a. Gibt es einen Unterschied, ob die Person als gesetzlich Unterhaltsberechtigte/r generell weggefallen ist oder ob die gesetzlich unterhaltsberechtigte Person nunmehr seit einiger Zeit eigene Einkünfte bezieht?
b. Welche rechtliche Handhabe hat der Insolvenzverwalter/Treuhänder, wenn der Schuldner nicht "nachzahlt"?
6. Kann der Insolvenzverwalter/Treuhänder Angaben auf der Lohn-/Gehaltsabrechnung zum "Kinderfreibetrag" ungeprüft übernehmen?
7. Wie ist der Sachverhalt zu lösen, wenn der Schuldner keinen Angaben zu den Unterhaltsberechtigten und/oder deren eigenen Einkünften machen kann (will?)?
8. Erstrecken sich die Wirkungen eines im eröffneten Insolvenzverfahren erwirkten Beschlusses auch automatisch auf das Restschuldbefreiungsverfahren?

Tag 2 - Teil 2 (28.06.2022, 11:00 Uhr bis 12:30 Uhr) "InsO-Lupe: Pfändbares Einkommen - Eins, zwei, drei, ganz viele... Die Zusammenrechnung mehrerer Einkommen gem. § 850e ZPO":
Schwerpunktfragen:
1. Welche Einkünfte können gem. § 850e zusammengerechnet werden?
2. Was sind eigentliche "Naturalleistungen i.S.v. § 850e Nr. 3 ZPO und wann hat der Insolvenzverwalter/Treuhänder etwas zu veranlassen (und wann muss er dies nicht)?
3. Was muss der Insolvenzverwalter/Treuhänder unternehmen, wenn der Schuldner mehrere Einkünfte hat?
a. Ab welcher Höhe der Einkünfte sind Veranlassungen zu treffen?
b. Wie begründet der Insolvenzverwalter/Treuhänder einen Antrag?
c. Ab wann gilt ein dem Antrag entsprechender Beschluss (geht das rückwirkend)?
4. Kann der Insolvenzverwalter/Treuhänder vom Schuldner "Nachzahlungen" verlangen, wenn der Schuldner die Tatsache, dass er mehrerer Einkünfte hat, erst später mitteilt?
a. Gibt es einen Unterschied, ob es sich um Geld- oder Naturalleistungen handelt?
b. Welche rechtliche Handhabe hat der Insolvenzverwalter/Treuhänder, wenn der Schuldner nicht "nachzahlt"?
5. Aus welchem Einkommen ist der pfändbare/insolvenzbeschlagene Einkommensanteil zu entnehmen und wer bestimmt dies?
6. Erstrecken sich die Wirkungen eines im eröffneten Insolvenzverfahren erwirkten Beschlusses auch automatisch auf das Restschuldbefreiungsverfahren?

Tag 3 - Teil 1 (29.06.2022, 09:00 Uhr bis 10:30 Uhr) "InsO-Lupe: Freigabe gem. § 35 Abs. 2 InsO - die erste, die zweite und die dritte und was ist eigentlich mit der Restschulbefreiung zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten?":
Schwerpunktfragen:
1. Wie oft lässt sich eine selbstständige Tätigkeit des Schuldners gem. § 35 Abs. 2 InsO freigeben und wann stellen sich ggf. "Abnutzungserscheinungen" ein?
2. Welche Konsequenzen hätte eine "wiederholte" Freigabe?
3. Das zweite (dritte, vierte, …?) Insolvenzverfahren nach Freigabe gem. § 35 Abs. 2 InsO: Welche Vermögenswerte gehören zu welcher Insolvenzmasse?
4. Einstellung des Geschäftsbetriebs nach Eröffnung des Zweitinsolvenzverfahrens über das freigegebene Sondervermögen: Welche Vermögenswerte gehören zu welcher Insolvenzmasse?
5. Ist die Erteilung der Restschuldbefreiung in einem Verfahren über gem. § 35 Abs. 2 InsO freigegebenes Vermögen generell (un-)zulässig?

Tag 3 - Teil 2 (29.06.2022, 11:00 Uhr bis 12:30 Uhr) "InsO-Lupe: Freigabe gem. § 35 Abs. 2 InsO und Abführungspflicht - Die Büchse der Pandora oder doch die eierlegende Wollmilchsau?":
Schwerpunktfragen:
1. Wo findet sich die gesetzliche Grundlage zum "Mythos" der "Abführungspflicht nach der Freigabe einer selbstständigen Tätigkeit"?
2. Wie wird der Abführungsbetrag ermittelt?
3. Wer ermittelt den Abführungsbetrag?
4. Wann ist der Abführungsbetrag für welchen Zeitraum zu leisten?
5. Welche Rolle nimmt der Insolvenzverwalter ein, wenn der Abführungsbetrag nicht zur Masse geleistet wird?
6. Welche Rolle hat das Insolvenzgericht in dem Kontext des Abführungsbetrags?
7. Welche Möglichkeiten bestehen bzgl. einer "Freigabeerklärung unter der Auflage, dass Betrag X zur Masse abgeführt wird"?
8. Welche Möglichkeiten bestehen bzgl. einer "Vereinbarung darüber, dass Betrag X zur Masse abgeführt wird"?
9. Welche Konsequenzen hat es für den Schuldner / die Insolvenzmasse, wenn der Abführungsbetrag nicht geleistet wird?
10. Wie ist die Frage zum Abführungsbetrag zu beantworten, wenn der Schuldner die freigegebene selbstständige Tätigkeit (später) nur (noch) als Nebengewerbe neben einer Vollzeitfestanstellung führt?

Tag 4 - Teil 1 (30.06.2022, 09:00 Uhr bis 10:30 Uhr) "InsO-Lupe: P-Konto(nance) - Haltung bewahren oder doch freigeben?":
Schwerpunktfragen:
1. Benötigt der Schuldner immer und zu jeder Zeit im Insolvenzverfahren ein P-Konto?
2. Welche Konsequenzen hat es für den Schuldner / die Insolvenzmasse, wenn ….
a. ... gar kein P-Konto eingerichtet wird?
b. ... ein P-Konto erst später nach Insolvenzeröffnung eingerichtet wird (geht das überhaupt?)
3. Kann/darf/soll/muss der Insolvenzverwalter Gelder, die (bis zur Einrichtung eines P-Kontos zur Masse gelangt sind, an den Schuldner auskehren (freigeben)?
4. Kann/darf/soll/muss der Insolvenzverwalter ein P-Konto freigeben?
5. Kann/darf/soll/muss Treuhänder ein P-Konto freigeben?
6. Kann/darf/soll/muss der Insolvenzverwalter den Schuldner über die Möglichkeiten des Pfändungsschutzes zum "Bankguthaben" bzw. die Erhöhung des Pfändungsschutzes zum "Bankguthaben" "belehren"?
7. Wie sind Pfändungsschutzanträge des Schuldners zu behandeln?
a. Wo sind Anträge zu stellen?
b. Welche Aufgabe hat der Insolvenzverwalter?
c. Wann entfalten gerichtliche Beschlussfassungen ihre Wirkungen und wann kann rückwirkend etwas beantragt werden?

Tag 4 - Teil 2 (30.06.2022, 11:00 Uhr bis 12:30 Uhr) "KOMPAKT- UPDATE - Verstrickt - und nun? - Rückschlagsperre und öffentlich-rechtliche Verstrickung im Lichte von BGH v. 19.11.2020 - IX ZR 210/19 und die Auswirkungen auf die Insolvenzverwaltung":
In der Entscheidung vom 19. November 2021, Az.: IX ZR 210/19, hat der BGH - in Anlehnung an die Entscheidung vom 21. September 2017, Az.: IX ZR 40/17 - weitergehend zur Wirkung der Rückschlagsperre auf die öffentlich-rechtliche Verstrickung Stellung genommen.

Neben der Betonung, dass der Insolvenzverwalter für die Beseitigung der Wirkungen öffentlich-rechtlichen Verstrickung verantwortlich ist, und sich im Fall des masseschädigenden Nichthandelns regresspflichtig (!) machen kann, führt der Senat auch zur Frage der Zuständigkeit für die Entscheidung über die einzulegende Erinnerung aus. Überdies begründet er die Dauer der Aussetzung der Wirkung der Verstrickung für den Zeitraum bis zur Aufhebung des Verfahrens.

Wie diese Entscheidung zu verstehen und in der Praxis umzusetzen ist, welche vergütungsrechtlichen Aspekte und auch Konsequenzen für den Schuldner hieraus abgeleitet werden können, wird in diesem Seminar erläutert. Überdies wird diskutiert, auf welche Vermögensbereiche und Verfahrensaspekte sich die aufgestellte Rechtstheorie noch auswirken könnte (mit zum Teil vielleicht erstaunlichen Ergebnissen).

Tag 5 - Teil 1 (01.07.2022, 09:00 Uhr bis 10:30 Uhr) "KOMPAKT-UPDATE - Vergütung und Auslagenersatz für übertragene Zustellungen - Brennpunkt zum Stand der Dinge bei § 8 Abs. 3 InsO, § 4 Abs. 2 S. 2 InsVV":
Seit dem 1. Januar 2021 enthält die InsVV in § 4 Abs. 2 S. 2 erstmalig eine Regelung zu den Auslagen, die einem Insolvenzverwalter dadurch entstehen, dass ihm die Zustellungen im Insolvenzverfahren gemäß § 8 Abs. 3 InsO übertragen worden sind.
Die bisherige Praxis der Insolvenzgerichte zu dieser Regelung führt zumeist dazu, dass die Insolvenzverwalter keinen vollständigen Ersatz ihrer Kosten erhalten.
In diesem Kompakt-Seminar werden die verschiedenen Argumentationslinien zu dieser Problematik systematisch zusammengefasst und gegenübergestellt. Die historische Entwicklung wird hierbei ebenfalls beleuchtet werden. Auch wenn momentan noch keine einheitliche Lösung im Interesse der Insolvenzverwalter vorhanden ist, sollen die Teilnehmer dieses Seminars eine aufbereitete Zusammenfassung der aktuellen Argumente erhalten, um diese in eigenen Verfahren bestmöglich nutzen zu können.

Inhalt:
- Die Regelungen
- Rückblick auf die vergütungsrechtliche Behandlung der Zustellungsaufgabe vor dem 1. Januar 2021
- Das Problem der ersten 10 Zustellungen
- Ist die Art der Zustellungen relevant?
- Ersatz der ersten 10 Zustellungen
- Das Hauptargument: „Das steht so da!“
- Die Entwicklung hin zum neuen § 4 Abs. 2 InsVV
- Die verschiedenen Argumente
- Zur „entsprechenden“ Anwendung von Nr. 9002 KV GKG
- Auslagenersatz für Zustellungen in Fällen einer Auslagenpauschale gemäß § 8 Abs. 3 InsVV

Nebenpunkte:
- Die Behandlung der Personalkosten aus Zustellungen nach dem 1. Januar 2021
- Anrechnung von gerichtlichen Zustellungen
- Trennung der Zählung nach Verfahrensabschnitten
- Abrechnung höherer Zustellungskosten
- Zuschläge für die nicht ersetzten Zustellungen?
- Zustellungskosten bei Nichteröffnung
- Zustellungskosten bei Masseunzulänglichkeit und Massearmut

Zum Schluss: Eine Sondermeinung

Tag 5 - Teil 2 (01.07.2022, 11:00 Uhr bis 12:30 Uhr) "KOMPAKT- UPDATE - Kurzseminar zur Mehrvergütung für die Verwertung belasteten Vermögens, § 1 Abs. 2 Nr. 1 InsVV":
In der Entscheidung vom 22. Juli 2021, Az.: IX ZB 85/19, hat der BGH zur vergütungsrechtlichen Behandlung der Verwertung belasteter Immobilien durch den Insolvenzverwalter Stellung genommen.

Wie diese Entscheidung zu verstehen ist und wie nunmehr die Vergütung bei Verwertung von Massebestandteilen mit Absonderungsrechten zu berechnen ist, wird in diesem Seminar erläutert. Verschiedene Grundkonstellationen werden dargestellt und beispielshaft durchgerechnet, damit die nicht nur für neue Verfahren geltende Entscheidung sachgerecht umgesetzt werden kann.

Daneben wird auf die notwendigen Darstellungen in den Verwalterberichten und im Vergütungsantrag, der Behandlung in der Buchhaltung eingegangen und Vorschläge für die "Verhandlungen der Massebeteiligungen" gegeben. Umsatzsteuerliche Aspekte werden in diesem Zusammenhang auch angesprochen.

Bitte beachten Sie, dass die Ausgabe von Teilnahmebescheinigung davon abhängt, dass Sie während der Seminare Ihre Anwesenheit bzw. Aufmerksamkeit nach Aufforderung dokumentieren. Unterlassen Sie dies, darf eine Fortbildungsbescheinigung nach der FAO nicht erteilt werden.

Veranstalter:

AGV-Seminare

Online über Internetbrowser

Montag 27.06.2022 - Freitag 01.07.2022
jeweils 09:00 - 12:15 Uhr
(15 FAO-Stunden / 15 Vortragsstunden)

AGV Online-Seminar

Sie können vom Büro oder von zu Hause teilnehmen.
Online über Internetbrowser

Preisgruppen

742,00€ Preis für die gesamte Woche
zzgl. gesetzl. USt.

An diesem Onlineseminar können Sie einfach über das Internet teilnehmen.
Benötigt wird nur ein Computer mit Lautsprechern oder Kopfhörer. Ein Programm muss nicht installiert werden.
Achten Sie bitte darauf, dass Sie einen Browser in der neusten Version nutzen. Das Programm EDGE eignet sich insoweit nicht.

Die Teilnehmer werden während der Veranstaltung aufgefordert werden, ihre Anwesenheit zu bestätigen und erhalten eine Fortbildungsbescheinigung über 15 Stunden. Ohne eine Bestätigung der Anwesenheit kann eine Teilnahmebescheinigung nicht erteilt werden.

Alle Informationen beruhen auf Angaben des Veranstalters.

Übersicht

Rechts-
gebiet:
Insolvenz­recht, Insolvenzsachbearbeitung
Ort: Online über Internetbrowser
Datum: Montag 27.06.2022 - Freitag 01.07.2022
Zeitraum jeweils 09:00 - 12:15 Uhr
FAO-Stunden: 15
Vortrags-
stunden:
15
Preis
EUR742,00
zzgl. gesetzl. USt.
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