Veranstaltung »Präsenzseminar: Einstieg in Insolvenzgutachten und Sachbearbeitung in Insolvenzeröffnungsverfahren - Das "gute Gutachten"«

Kurzbeschreibung:

Mitarbeiter*innen-Präsenz-Schulung

Zielgruppe:

Rechtsanwälte und Steuerberater mit Schwerpunkt in der Sanierung und insolvenzrechtlichen Beratung, Fachanwälte für Insolvenzrecht, Fachberater für Sanierung und Insolvenzverwaltung,Insolvenzverwalter, Insolvenzsachbearbeiter*innen

Beschreibung:

Diese Schulung bietet einen kompakten Schnelleinstieg durch eine Schwerpunktveranstaltung zur Qualifizierung von Insolvenzsachbearbeitern und/oder jungen Rechtsanwälten/innen, die im Verwalterbüro zuarbeiten, und bisher wenig erfahrener insolvenzrechtlicher Sachbearbeiter/innen, die z. B. bisher nur Teilbereiche des Verfahrens bearbeitet haben oder "Quereinsteiger" sind bei der Gutachtenvorbereitung. Damit soll auch der Wechsel von einer punktuellen Tätigkeit zur anderen innerhalb des Verwalterbüros durch ein Gesamtverständnis erleichtert werden.

Die Veranstaltung vermittelt ausführlich und intensiv den Gesamtaufbau eines Insolvenzgutachtens mit dem Schwerpunkt auf die in der Praxis von den Insolvenzgerichten besonders beachteten Fragen und Anforderungen.

Die Verknüpfung mit der Arbeit des Insolvenzgerichtes und den Erwartungen der gerichtlichen Rechtsanwender steht bei der Vermittlung also im Vordergrund des dargestellten Praxiswissens, angereichert mit viel Rechtsprechungs- und Literaturhinweisen.

Für den häufigen Arbeitsschwerpunkt von Verfahren über das Vermögen "natürlicher Personen" werden insbesondere in solchen Verfahren immer wieder auftretende "Fehlerquellen" und Fallstricke im Verfahrensablauf erörtert.

Die gesetzlichen Änderungen aus der Reform des Entschuldungsverfahrens zum 1.10.2020/31.12.2020 und diejenigen im Zuge des "SanInsFoG" zum 1.1.2021 und weitere insolvenzrechtlich relevante Gesetzesänderungen der Jahre 2024/2025 werden erörtert und dargestellt, soweit im Themenverlauf relevant.

Themenschwerpunkte im Überblick:
I. Verfahrensmaximen des Insolvenzverfahrens und ihre Umsetzungsnotwendigkeiten im Verfahren
* Ziele des Insolvenzverfahrens
* Grundregeln des Verfahrens
* Gerichtliches Vorgehen und Anforderungen im Insolvenzeröffnungsverfahren
* Aufgaben des vorläufigen Insolvenzverwalters; Abgrenzung zur Rolle des Insolvenzsachverständigen
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II. Praxisprobleme des Eröffnungsgutachtens und -verfahrens
* Qualitätsanforderungen an die professionelle Insolvenzsachbearbeitung
* Kommunikation mit dem Insolvenzgericht bei "Weichenstellungsfragen", Anregungen für Sicherungsmaßnahmen, Möglichkeiten zur Verfahrenssteuerung (Eröffnungszeitpunkt)
* Das Sachverständigengutachten und seine Grund-Gliederung
* Erste Fehlerquellen bei der Auftragsannahme: Regelhafte Erstprüfungspunkte, gerichtliche Zuständigkeiten
* Abgrenzung/ Unterschiede der Verfahrensarten (Regelinsolvenz, Verbraucherinsolvenz, Eigenverwaltung, Schutzschirmverfahren)
* "Neuralgische" Schwerpunkte (z. B. Zuständigkeit, Verfahrenskostendeckung, Vorausschau auf künftige Ansprüche, "Vergrätzen" notwendiger schuldnerseitiger Personen; Verfahrenskostenstundung)
* Exkurs: Qualitätsmerkmal "ungewollte Verfahrensbeendigung im Eröffnungsverfahren": Rechtliche Grundlagen und richtiges Verhalten des Sachverständigen/vorläufigen Verwalters bei Rücknahme/Erledigung des Gläubigerantrages unter Berücksichtigung der Neufassung des § 14 Abs.1 InsO
* Zwischenberichte und Absicherung der Massegläubiger
* Anregung von Sicherungsmaßnahmen: wann und wie ? – korrekte Einzelermächtigungsanregung
* Ermittlungsmöglichkeiten zur Massegenerierung im Eröffnungsverfahren (Haftbefehl, Postsperre, Vorführung von Auskunftspersonen, Nutzung des IFG, Durchsuchungsbeschluß)

III. Besonderheiten des Verfahrens natürlicher Personen
* Das Erstgespräch mit dem Schuldner
* Beachtung und Bearbeitung von RSB-Versagungsgründen und -anträgen
* "amtswegige Versagung der RSB" durch gutachtliche Hinweise im Stundungsgewährungsverfahren
* Exkurs (sofern zeitlich möglich): Probleme bei Forderungen gemäß § 302 InsO

Der Referent:
RiAG Frank Frind ist seit fast 3 Jahrzehnten als Insolvenzrichter tätig und Mitglied des Vorstandes des Berufsverbandes der insolvenzgerichtlichen Rechtsanwender*innen dem Bundesarbeitskreises Insolvenzgerichte (BAKinso e.V.). Er ist u. a. Mitherausgeber der Fachzeitschrift ZInsO, Mitautor in fünf insolvenz- bzw. sanierungsrechtlichen Kommentaren und Mitherausgeber des Handbuches "Bieg/Borchardt/Frind: Unternehmenssanierung und Betriebsfortführung", sowie Verfasser des "Praxishandbuch Privatinsolvenzrecht" (3. Auflage) und Herausgeber des Praxis-Werkes "Best practice-Insolvenz- und Sanierungsverwaltung" (2025).

Referent/in:

RiAG Frank Frind

Veranstalter:

AGV-Seminare

Hannover

Donnerstag 07.05.2026
10:00 Uhr bis 17:30 Uhr
(6 FAO-Stunden / 6 Vortragsstunden)

Hannover Nahe Hauptbahnhof

(das genaue Hotel wird erst noch bestimmt)
30159 Hannover

Preisgruppen

495,00€ Preis für einen Teilnehmer
zzgl. gesetzl. USt.

Inkl. Seminarunterlagen, Mittagessen und Kaffeepausen.

Alle Informationen beruhen auf Angaben des Veranstalters.

Übersicht

Rechts-
gebiet:
Insolvenz- und Sanierungs­recht, Insolvenzsachbearbeitung
Ort: Hannover
Datum: Donnerstag 07.05.2026
Zeitraum 10:00 Uhr bis 17:30 Uhr
FAO-Stunden: 6
Vortrags-
stunden:
6
Preis
EUR495,00
zzgl. gesetzl. USt.
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